29. März 2011

Fest der Emotionen

Helmuth H. Lederers Fahrzeugbewertungseinrichtung wurde in 50 Jahren zu einem europäischen Netzwerk für die Automobilwirtschaft. Am Gründungsort Wien feierte EurotaxGlass’s International mit über 800 Gästen sein Lebenswerk.

Fest der Emotionen

Von Gerhard Lustig

Alles begann 1961 mit Gebrauchtwagennotierungen. Helmuth H. Lederer (74) wollte damit die Stabilisierung der Gebrauchtwagenpreise erreichen. Mit der Zeit kam das Reparaturhandbuch dazu und eine Menge anderer Dienstleistungen für die Fahrzeug-Branche.
Das in Österreich mit den Fachleuten entwickelte Leistungspotenzial war stark genug, die deutsche Schwacke zu übernehmen. Dann kam die Schweiz hinzu und Schritt für Schritt weitere 24 Länder in Europa.
Heute zählen die Dienstleistungen von EurotaxGlass’s in 32 Ländern zum Standard in der Fahrzeugbewertung. Aktuell stehen 450 Server mit 45 Terrabyte (45 000 000 000 000 Byte) Leistung dahinter. Ein unglaublicher Weg von der seinerzeit handgemachten Liste zur heutigen Informationswelt.
In Wien war man sich der Leistung des Österreichers bewusst, als über 800 Gäste beim 42. Neujahrsempfang im Marriott-Hotel Helmuth H. Lederer für sein Lebenswerk dankten. Der Applaus galt auch Mag. Henrik Kinder, der nach vier Jahren erfolgreicher Ausbauarbeit die Eurotax-Organisation mit unbekanntem Ziel verlassen hat. Pierre Groll als EurotaxGlass’s-Managing Director Europe würdigte den von Kinder vollzogenen Generationenwechsel und die Tatsache, dass Lederer seinerzeit seinen Lebensmittelpunkt an den Zürichsee und damit die Eurotax-Zentrale nach Freienbach verlegt hat. Der Eurotax-Empfang ist inzwischen auch in der Schweiz zum fixen Branchenprogrammpunkt geworden.

Inspiration für die Branche

Die Eurotax existiert 50 Jahre und ihre Wertbeständigkeit wird ihr bei allen Veränderungsprozessen, die auf die Fahrzeugwirtschaft einwirkten, auch die nächsten Jahrzehnte den erfolgreichen Bestand sichern, lautete der Tenor in den Dankesreden aus Politik und Wirtschaft.
«50 Jahre nach meinen bescheidenen Anfängen», so Lederer in seinen Worten, «ist EurotaxGlass’s ein Wertefaktor mit offiziellem Status bei den Institutionen und stets flexibel genug, jeden dafür nötigen Modernisierungsschritt mitzugehen.»
Keine Krise konnte dem Erfolg des Eurotax-Machers was anhaben. Seine Aura ist so gefestigt, dass er nach dem Verkauf der Eurotax im Jahr 2000 mit seiner anschliessenden A&W Verlagsgründung in Österreich und in der Schweiz auch in der Fachmedienlandschaft seine Inspirationen der Branche vermitteln kann. Lederer, so will es das Image, ist begnadeter Netzwerker. Lederers Erfolgsgeheimnis wirkt simpel: Wenn es drauf ankommt, setzt er auf Vertraute, die sich mit Haut und Haaren seiner Idee verschrieben haben. Diese Bilder wirken, als seien alle eine grosse Familie.

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