27. November 2010

Für den ACS sind Umweltzonen unsinnig

Der Automobil Club der Schweiz lehnt die Einrichtung von Umweltzonen in der Schweiz entschieden ab. Mit Umweltzonen sei in den entsprechenden Gebieten kaum eine Minimierung der Luftbelastung zu erreichen, weshalb deren Einrichtung eine unverhältnismässige Massnahme darstellten.

Für den ACS sind Umweltzonen unsinnig

Der ACS will für die Schweiz keine Umweltzonen. (Bild: www.umwelt-plakette.de)

Zwischen dem 31. August und dem 26. November 2010 führte das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eine öffentliche Anhörung zur Einführung von Umweltzonen durch. Einzelne Kantone möchten zukünftig solche Sperrgebiete für bestimmte Motorfahrzeuge analog zu anderen europäischen Ländern einrichten, was ihnen der Bund mit neuen rechtlichen Grundlagen ermögilchen will.

 

Neben einigen Befürwortern meldeten sich vor allem viele Gegner des Modells zu Wort, darunter auch der Automobil Club der Schweiz, ACS. Für ihn sind Umweltzonen unsinnig und untauglich. Selbst in deutschen Grossstädten, wo nebenbei ein deutlich ältere Fahrzeugpark als in der Schweiz verkehre, seien die Erwartungen zur Verbesserung der Luftqualität mit Umweltzonen schwer enttäuscht worden.

 

«In den Umweltzonen von Berlin, Bremen, Hannover und Stuttgart wurden Verbesserungen von lediglich drei bis vier Prozent registriert», betont ACS-Direktor Niklaus Zürcher. Diese Veränderungen lägen im Bereich der üblichen Schwankungen, weshalb nicht einmal von einem geringen Erfolg gesprochen werden könne. «Schweizer Städte sind ausserdem verglichen mit Berlin & Co. so klein, dass Umweltzonen weniger als nichts bringen», fügt er an.

 

Als besonders problematisch sieht Niklaus Zürcher beim Schweizer Umweltzonen-Modell die Tatsache, dass bei der schärfsten Plakette nur noch Elektrofahrzeuge in ein bestimmtes Gebiet fahren dürften. «Ein Hybridauto müsste dann tatsächlich draussen bleiben», stellt er fest. Das ist für ihn ein Indiz, dass es bei der Umweltzone mehr um grüne und linke Propaganda geht als tatsächlich um eine sinnvolle Massnahme.

 

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