18. Oktober 2010

AXA Winterthur: Viele Unfälle, weil zu wenig stark gebremst wird

Eine Auswertung von 600 Auffahrkollisionen der Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur hat ergeben, dass junge Autolenker zu zaghaft bremsen. Die Untersuchung und deren Ergebnis basieren auf Daten, die von sogenannten Crash Recordern stammen. Junge Lenker können sich so einen auf Wunsch in ihr Auto einbauen lassen.

AXA Winterthur: Viele Unfälle, weil zu wenig stark gebremst wird

Crash Recorder der AXA Winterthur

Seit einigen Jahren baut die Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur in die Autos ihrer jungen Kunden auf deren Wunsch sogenannte Crash Recorder ein. Diese speichern die Beschleunigungs- und Verzögerungsdaten vor und nach einer Kollision, was die Rekonstruktion des Unfallhergangs ermöglicht und wertvolle Rückschlüsse zulässt.

 

Nun hat die Forschungsabteilung der AXA Winterthur die Daten von rund 600 Auffahrunfällen ausgewertet und eine überraschende Entdeckung gemacht: Rund zwei Drittel der Kollisionen hätten verhindert werden können, wenn die jungen Lenker eine Vollbremsung eingeleitet hätten. Tatsächlich wurde zwar rechtzeitig, aber stets zu zaghaft gebremst, womit letztlich der Unfall nicht verhindert werden konnte.

 

Die Mehrzahl der untersuchten Unfälle ereignete sich im Stossverkehr innerorts bei relativ niedrigen Tempi. Doch auch bei höheren Geschwindigkeiten hat es oft gekracht - trotz rechtzeitiger, aber eben zu schwacher Bremsung. Nur 38 Prozent aller untersuchten Unfälle hätten sich auch dann ereignet, wenn der Autofahrer sofort voll auf die Bremse gestanden wäre.

 

Mittlerweile baut die AXA Winterthur ihren Crash Recorder auch in die Autos aller anderen Kunden, wenn diese es wünschen. Ergebnisse liegen aber noch keine vor: «Wir wissen nicht, ob auch ältere Lenker so zögerlich bremsen. Diese Frage werden wir beantworten können, sobald auch aus dieser Bevölkerungsgruppe genügend Unfalldaten vorliegen», erklärt Bettina Sinzig, Leiterin der Unfallforschung bei der AXA Winterthur.

 

Sinzig empfiehlt jedenfalls allen Autolenkern schon jetzt, im Rahmen eines Trainings wieder einmal eine Vollbremsung zu üben. Geeignetes Schuhwerk helfe, beim Bremsen genügend Kraft zu entwickeln. Im Zweifelsfall sollte man lieber zu stark als zu schwach bremsen, insbesondere dann, wenn das Auto ABS habe. (st)

 

www.axa-winterthur.ch

 

 

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