24. September 2010

Vollautomatisch montieren und auswuchten

Mit der Markteinführung von Runflat-Reifen und dem Trend hin zu immer extremeren Niederquerschnitt-Pneus sind die ­Anforderungen an Montiermaschinen in den letzten Jahren gestiegen. Wir wollten von den Reifenservice-Profis der Abt AG wissen, was die neuen Montier- und Auswuchtgeräte können.

Vollautomatisch montieren  und auswuchten

«Mit der Auswuchtmaschine Blue Light von Corghi lässt sich eine komplette Analyse des Rades durchführen.» Carlo Ledermann, VR-Präsident und Leiter des kaufmännischen Bereichs Abt AG

VON STEFAN GFELLER

Zur Montage von Runflat- oder Niederquerschnitt-Reifen empfiehlt sich eine spezielle Maschine. Wie Carlo Ledermann, Verwaltungsratspräsident
 und Leiter des kaufmännischen Bereichs der Abt AG, erklärt, sind unterschiedliche Gerätekonfigurationen auf dem Markt, welche diese Aufgabe erfüllen: «Die Nachfrage nach herkömmlichen Tellermaschinen ist nach wie vor vorhanden. Diese lassen sich bei Corghi zusätzlich mit Niederhaltevorrichtungen bestücken und sind so auch WdK-zertifiziert. Der Reifen wird dabei nicht nur heruntergedrückt, mittels Knopfdruck wird er perforiert, also seitlich hineingestossen, und der Druck erfolgt auf den Wulst. Dadurch kann mit dieser Vorrichtung auch abgedrückt werden. Bei Runflat-Reifen ist ja eigentlich vorgeschrieben, dass zumindest die Aussenseite abgerollt und nicht mit der Schaufel abgedrückt wird. Und genau dies ist in Verbindung mit unserer Niederhaltevorrichtung auch mit konventionellen Geräten möglich.»

Handarbeit oder Automat

Wer also Runflat- und extreme Niederquerschnitt-Reifen montieren und demontieren muss, benötigt nicht zwingend einen doch relativ kostspieligen speziellen Vollautomaten. Ledermann: «Zum Reifenwechsel, und dies schliesst Runflat-Systeme mit ein, genügt nach wie vor eine konventionelle, entsprechend mit einer Niederhaltevorrichtung nachgerüstete Maschine. Dies ist eine kostengünstige Lösung gerade auch für kleinere Betriebe. Der Hauptunterschied zu einem vollautomatischen Gerät wie unserer Master ist, dass der Bediener bei der konventionellen Maschine mehr Handarbeit zu verrichten hat. Bei der Master dagegen muss lediglich noch die Zoll-Grösse eingegeben werden, und jedes Teil, das in Eingriff kommt, wird automatisch auf die Grösse eingestellt. Zur Demontage und Montage wird auch kein Pneuhebel mehr benötigt.»
Immer wieder hört man allerdings von Anwendern, dass die Montage und Demontage herkömmlicher Reifen mit einem Vollautomaten wesentlich länger dauere als mit konventionellen Geräten. Dies verneint auch Carlo Ledermann nicht, aber: «Die Arbeiten gestalten sich mit einem Vollautomaten erheblich bequemer und sind mit weniger Kraftaufwand verbunden. Wer zudem auf der Maschine geübt ist und sie häufig benutzt, ist nahezu gleich schnell wie mit konventionellen Tellermaschinen.»

Wuchten und analysieren

Bei der Auswuchtmaschine der neusten Generation von Corghi, der Blue Light, wird nur noch das Rad aufgespannt, dies erfolgt mit einem Spannkraftbegrenzer. Danach kann die Maschine laufen gelassen werden, es muss nichts mehr eingegeben werden. Die Auswuchtmaschine nimmt die Reifen- und Felgenmasse selbstständig auf, und auf dem Touchscreen kann festgelegt werden, wo das erste Gewicht platzieren werden soll. Die Maschine zeigt dann mit einem Lichtstrahl an, wo das zweite Gewicht platziert werden muss.
Carlo Ledermann erklärt: «Corghi hat mit dieser Maschine das Auswuchten natürlich nicht neu erfunden. Selbstverständlich lässt sich auch mit herkömmlichen Geräten genau so präzise wuchten wie mit der vollautomatischen Blue Light, es dauert halt einfach viel länger. Ein weiterer Vorteil ist die komplette Analyse des Rades, welche die Blue Light auf Wunsch durchführt. Dabei wird beispielsweise der Höhenschlag sowohl der Felge als auch des Reifens angezeigt, ohne dass das Rad demontiert werden muss. Zudem wird die Profiltiefe gemessen. Die Maschine zeigt aber auch auf, wieviel das Rad beispielsweise auf einen Kilometer Fahrstrecke seitwärts zieht. Diese gesamte Analyse lässt sich natürlich auch ausdrucken.»


www.abt-ag.ch

ABT AG
Die Abt AG, deren gesamtes Aktienpaket sich in Familienbesitz befindet, wurde 1968 als Nachfolgegeschäft der vorherigen «Willy Abt» (1948-1968) gegründet und im Handelsregister eingetragen. Seit jeher setzt die Firma, die in Dietlikon und Romont beheimatet ist, auf gute Produkte und zuverlässigen Service.
Hauptlieferant ist die Firma Corghi, der mit Abstand bedeutendste und erfahrenste Hersteller von Reifenservice-Einrichtungen, der bei Neuentwicklungen schon seit jeher eine klare Vorreiter-Rolle einnimmt.
Abt legt grossen Wert auf ein umfassendes Ersatzteilelager, von dem wir vor Ort einen Augenschein nehmen konnten, auf kompetentes und geschultes Fachpersonal sowie auf eine eingespielte Infrastruktur. So werden beispielsweise wichtige Maschinen-Komponenten im Haus revidiert (bis zur Reparatur von Leiterplatten) und stehen so als Austauschteile sofort zur Verfügung, wenn irgendwo eine Maschine ausfällt.
Dank der Möglichkeit, der Kundschaft massgeschneiderte Gesamtlösungen anzubieten, die hohe Qualität der Dienstleistungen zu erhalten, langfristige Kundenbeziehungen zu pflegen und einer klar definierten Firmen-Philosophie über Jahre hinweg nachzuleben, konnte sich die Abt AG, die heute 14 Mitarbeiter (davon acht Servicetechniker) zählt, als eine beständige und substanzielle Grösse im Schweizer Autogewerbe etablieren.

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