24. September 2010

«Der Kunde investiert in seine Sicherheit»

Seit Juni hat die Mercedes-Benz Automobil AG in Aarburg den Annahmeroboter von API (Automotive Process Institute) in ihren Betrieb integriert. Mit der berührungslosen Fahrwerksvermessung konnte ein lukratives Zusatzgeschäft generiert werden. AUTO&Wirtschaft sprach mit Geschäftsleiter Roger Ruchti über seine Erfahrungen mit dem neuen Geschäftsmodell.

«Der Kunde investiert in seine Sicherheit»

Roger Ruchti, Geschäftsleiter MERBAG Aarburg, ist von dem API-Annahmeroboter überzeugt.


Mit Roger Ruchti sprach Lukas Hasselberg

AUTO&Wirtschaft: Herr Ruchti, wie sind Sie darauf gekommen, das neue Geschäftsmodell von API in Ihrem Betrieb zu integrieren?
Roger Ruchti: API hat sich an den «Perspektiven 2010» der AUTOHAUS Akademie in Zürich präsentiert und wir wollten neue Wege gehen. Durch das hohe Qualitätsniveau unserer Fahrzeuge nimmt das Geschäft im Aftersales ab. Mit der präventiven Achsvermessung von API bietet sich uns nun ein Zusatzgeschäft im Aftersales, das wir aktiv generieren können.

Welchen Stellenwert hatte die Achsvermessung, bevor Sie sich für den Annahmeroboter von API entschieden haben?
Vorher haben wir nur auf Wunsch des Kunden eine Fahrwerksvermessung durchgeführt, die zeit- und kostenintensiv war. Nun können wir einen Mehrwert bieten und haben einen Vorsprung gegenüber unseren Mitbewerbern.

Was für Vorteile bietet die berührungslose Fahrwerksvermessung durch den Annahmeroboter von API?
In nur sieben bis acht Minuten wissen wir, ob das Fahrwerk des Kundenfahrzeugs ausserhalb der Toleranz liegt. Wenn sich der Kunde dann für eine Fahrwerkseinstellung entscheidet, investiert er in Sicherheit und geringeren Pneuverschleiss. Dass wir diese Dienstleistung anbieten können, ist für uns ein Qualitätsmerkmal für den Garagenbetrieb. Zudem können wir die Werkstattauslastung dadurch erhöhen.

Seit wann setzen Sie auf die präventive Achsvermessung?
Im Juni haben wir den Annahmeroboter in unserer Garage installiert und wurden durch die API mit Schulungen für die Techniker und die Kundenberater kompetent betreut. Zuerst hatten wir die Befürchtung, dass es schwierig sein wird, den Kunden die Fahrwerkseinstellung zu verkaufen, aber es hat sich herausgestellt, dass das relativ einfach für den Kundenberater ist.

Wie läuft die Serviceannahme bei Ihnen ab?
Der Kunde kommt mit seinem Fahrzeug und der Serviceberater nimmt das Auto an. Gleich zu Beginn wird die Fahrwerksvermessung durchgeführt und erst dann geht das Fahrzeug in die Werkstatt. Danach nimmt der Kundenberater mit dem Kunden Kontakt auf und versucht, dem Kunden die Fahrwerkseinstellung zu verkaufen. Diejenigen Kunden, die sich für eine Dialogannahme Zeit nehmen und auch bei der Vermessung dabei sind, wollen praktisch ausnahmslos, dass das Fahrwerk eingestellt wird.

Wie haben Ihre Mitarbeiter auf den Annahmeroboter von API reagiert?
Bei der Installation haben wir einen Kickoff-Event gemacht. Unsere Mitarbeiter waren fast ausnahmslos begeistert, besonders die jungen. Aber auch die eher skeptisch eingestellten Mitarbeiter zeigten Interesse und waren nach den ersten Tagen überzeugt.

Wie passt die präventive Achsvermessung in das Konzept der MERBAG?
Wir wollen innovativ und  einen Schritt voraus sein. Das zeigen wir auch mit unserem neuen Retail-Angebot.

Was ist das genau für ein Angebot?
Das sind Sonderangebote in den Volumenbaureihen der A-, B-, GLK- und ML-Klasse, bei denen der Kunde von einem Preisvorteil von bis zu 16000 Franken profitiert. Mit diesen Angeboten wollen wir aktiv den aktuell sehr preissensiblen Markt bearbeiten und Kunden akquirieren, die bisher nicht an Mercedes-Benz gedacht haben und damit höhere Stückzahlen generieren.
www.merbagretail.ch
www.api-international.com

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