05. Juli 2010

Nutzen Sie Ihre Kundenkartei umfassend(er)

Post von der Garage ist beim Empfänger zuweilen etwa so unbeliebt wie ein Brief vom Zahnarzt. Oft weiss der Adressat nämlich schon vor dem Öffnen, was drin ist: eine Rechnung. Im Gegensatz zu einem Doktor, der mit den Adressen seiner Patienten sonst nicht viel anfangen kann, sollte ein Garagist seine Kundendaten nicht nur deshalb auch für sympathischere Arten von Post nutzen.

Nutzen Sie Ihre Kundenkartei umfassend(er)

Grössere Autohäuser wie die Binelli & Ehrsam AG in Zürich setzen bevorzugt auf eine Kundenzeitschrift, um über Dienstleistungen und spezielle Angebote zu informieren. Bei kleineren Betrieben reicht aber auch ein kurzes Schreiben.

Von Simon Tottoli

Mit dem Versand einer Rechnung für geleistete Arbeiten ist das so eine Sache. Einerseits ist die Rechnung absolut gerechtfertigt, schliesslich hat man einen Auftrag eines Kunden sorgfältig ausgeführt und möchte dafür bezahlt werden. Andererseits bekommen die allerwenigsten Menschen gerne eine Rechnung, und wenn sie noch so gerechtfertigt ist. Noch schlimmer wird das Ganze, wenn man vom Absender sowieso nie was anderes kriegt als eine Geldforderung. Was also tun? Ganz einfach: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kunden auch mal andere Post von Ihnen im Briefkasten finden als nur Rechnungen. 
Dass es dem Empfänger Ihres Briefes dadurch nicht immer automatisch ablöscht, sobald er den Absender erkennt, ist nur ein positiver Nebeneffekt. Wer die Kundenadressen richtig nutzt, kann nämlich sehr viel davon haben – zum Beispiel mehr Umsatz. Versenden Sie doch mal einen Brief, in dem Sie eine Ihrer Dienstleistungen genauer vorstellen. Natürlich wissen alle Ihre Kundinnen und Kunden im Prinzip auch ohne speziellen Hinweis, was Ihr Autohaus macht und wenden sich dann an den Betrieb, wenn es nötig ist. Also sobald die Serviceanzeige aufleuchtet oder der erste Schnee im Winter den Pneuwechsel erfordert. Aber erstens bietet eine Garage ja noch viel mehr als das und zweitens kann so ein kleines Werbeschreiben dafür sorgen, dass eine Kundin oder ein Kunde Sie kontaktiert, um endlich einen Termin für diese und jene kleine Reparatur zu vereinbaren, die mal noch am Auto erledigt werden müsste. Selbst wenn Sie in einem Kundenschreiben lediglich daran erinnern, zeitig auf die richtige Bereifung zu wechseln, können Autofahrer mit anderen Bedürfnissen genauso angesprochen werden.

 

Für ein Spezialangebot reicht ein Blatt


Ob Pneuwechsel, Klimaanlagenservice oder irgendeine andere Dienstleistung, die Sie mit einem Brief an die Kunden promoten möchten: Am meisten Gehör findet man natürlich mit einem lukrativen Angebot. Vor allem etwas in der Art von «für nur 99 statt 199 Franken» lockt sicher viele Kundinnen und Kunden in die Garage. Wichtig ist, dass das gute Angebot ansprechend rüberkommt. Heutzutage verfügt aber wahrscheinlich jeder Betrieb aus der Autobranche über das nötige Equipment und genügend Know-how, um selbst einen kurzen Werbebrief auf einer Seite zu gestalten und auszudrucken. Die wohl grösste Herausforderung dürfte das Erstellen eines Serienbriefs mit den verschiedenen Adressen sein, doch auch diese Übung ist mit etwas Geduld meisterbar. Wer es sich übrigens leisten kann und will, darf seine Kundschaft natürlich auch mit einer periodisch versandten Kundenzeitung informieren. Für kleinere Betriebe kommt eine solche allerdings aus Kostengründen kaum in Frage.

 

Vertretbare Kosten, grosser Nutzen


Das Verschicken von Briefen ist bekanntlich auch alles andere als gratis. Wer beispielsweise 600 Briefe mit einem Gewicht von jeweils 10 Gramm als Massensendung mit B-Post aufgibt, bezahlt 348 Franken. Gewiss kein Pappenstil, aber in Anbetracht der Tatsache, dass 600 Empfänger einen adressierten Brief von Ihnen mit einem interessanten Angebot erhalten, doch jeden Rappen wert. Wenn überhaupt, dann landet nur ein klitzekleiner Teil davon ungeöffnet im Altpapier. Der grosse Rest macht also (gesehene) Werbung für Ihren Betrieb und/oder eine spezielle Dienstleistung. Es ist kein Zufall, dass Kundenadressen sehr teuer gehandelt werden, denn adressierte Briefe werden fast immer geöffnet und somit auch gelesen. So etwas Wertvolles sollte man wirklich für mehr als nur den Rechnungsversand nutzen.

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