04. Juni 2009

Schweizer Auto-Branche sieht «riesigen Kauf-Rückstau»

Die Hiobsbotschaften aus der Autobranche verunsichern die Schweizer. Sie reagieren mit einem Käufer-Streik. Garagisten profitieren dennoch: Die Auto-Reparaturen nehmen deutlich zu.

Schweizer Auto-Branche sieht «riesigen Kauf-Rückstau»

Andreas Burgener

Der Überlebenskampf der Autohersteller verunsichert die PW-Besitzer in der Schweiz. «Die Autokäufer wissen nicht, woran sie sind. Das ist das momentane Hauptproblem der Branche», sagt Andreas Burgener. Der Direktor Auto Schweiz, der Vereinigung der Automobilimporteure, hofft deshalb auf klare Signale der einzelnen Hersteller. «Ein Autokauf ist Vertrauenssache. Jetzt müssen die Hersteller alles daran setzen, dieses Vertrauen zu stärken.» Burgeners Appell kommt nicht von ungefähr. In der Schweiz sind fast eine Million der rund vier Millionen zugelassenen Personenfahrzeuge 13-jährig oder älter. «Diese müssen eher früher als später ersetzt werden. Doch die meisten Besitzer warten lieber ab.» Und bringen ihr altes Auto zur Reparatur. Laut Burgener liegt die Auslastung der Garagen zurzeit deutlich über dem Durchschnitt. Das gefährliche Spiel mit den Discountangeboten Die Ersatzinvestitionen lassen auf sich warten. Von Januar bis April dieses Jahres wurden mit 83878 Wagen 11,8 Prozent weniger Fahrzeuge in der Schweiz verkauft also 2008. Trotzdem kam es bislang nicht zu einer Rabatteschlacht. «Zum Glück», so Burgener. «Sich gegenseitig mit Discountangeboten zu überbieten ist das gefährlichste aller Spiele.» Im mehrjährigen Vergleich seien die derzeitigen prozentualen Preisabschläge «nicht aussergewöhnlich». Wann der laut Burgener «riesige Kauf-Rückstau» positiv auf die Verkaufszahlen durchschlagen wird, wagt der Auto-Schweiz-Direktor nicht abzuschätzen. Dafür sei es noch zu früh. Erst müsse die Zukunft der angeschlagenen Autohersteller definitiv geklärt sein. Die eingeleiteten Sanierungen der beiden amerikanischen Autokonzern Chrysler und GM aber auch der Verkauf von Opel seien «erste Lichtblicke für die Industrie.» Nun brauche es so rasch wie möglich auch erste Lichtblicke für die Abnehmer.

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