30. April 2010

Apps für den Eingriff in die Elektronik

Die Möglichkeiten moderner Handys reichen längst übers Telefonieren hinaus. Vor allem beim Apple iPhone sind die kostenpflichtigen und -losen «Apps» (Applikationen, Zusatzprogramme) ein riesiger Markt. Auch vor der Motordiagnose machen die Entwickler nicht halt: Dank genormten OBD-Anwendungen können nicht nur Freaks, sondern auch die Werkstätte Infos abrufen.

Apps für den Eingriff in die Elektronik

Dank der Verbindung mit dem Motorsteuergerät können simultan Sensorsignale auf dem Apple iPhone angezeigt werden. Dass auch Fehlerspeicher gelöscht werden können, ist für Garagisten interessant.

VON ANDREAS SENGER

Insbesondere freie Werkstätte ohne Markenvertretung haben die Qual der Wahl: Um Fehlerspeicher abzurufen, die Abgaswartung moderner Fahrzeuge durchzuführen oder Diagnosen zu stellen, sind sie auf eine Hard- und Software angewiesen, die den Zugriff auf Motorsteuerdaten erlaubt.
Viele freie Garagisten schaffen sich deshalb Testgeräte an (meistens Laptop-Lösungen mit Adapter). Dank genormtem On-Board-Diagnose-Stecker (OBD) und standardisierten Abfrage- und Zugriffsmöglichkeiten sowie Fehlerspeicher kann bei modernen Fahrzeugen ohne teure Markentester oder freie Tester auf systemrelevante Daten zurückgegriffen werden. Klar lassen sich die Automobilhersteller nur in Daten blicken, welche durch die OBD-Gesetzgebung und -normen zugänglich sein müssen. Neuprogrammierungen von Steuergeräten usw. sind nicht möglich.

Einfaches Tool für Zugriff

Seit es die modernen Handys (auch Smartphones genannt) und viele freie Programmierer gibt, welche Applikationen (kurz Apps) programmieren, wächst die Anzahl nützlicher und weniger nützlicher Tools fortlaufend. Gerade die Apple iPhone-Anwender können über das Apple-Portal iTunes Apps in Hülle und Fülle downloaden und installieren.
Für Autofahrer und -freaks bieten sich neben Navigations-Apps auch neue, aus Amerika stammende Applikationen an. Dank Kiwi Wifi kann das iPhone mit dem Fahrzeug über die OBD-II-Schnittstelle (Fahrzeuge ab 2000) mit dem  Motorsteuergerät verbunden werden. Dabei können dank der Anwendung «Rev» von DevToaster alle Sensorsignale wie Motortemperatur, -drehzahl, -last, aktuelle Querbeschleunigungswerte usw. auf dem Handy dargestellt werden. Mit der weiterreichenden Anwendung «FUZZYCar» lassen sich beispielsweise auch Lambdasonden-Signale über einen Zeitraum aufzeichnen.

Interessant auch für Garagisten

Der ab 299 Franken teure Adapter arbeitet zudem mit der App «Dashboard Command» zusammen. Damit lassen sich über ein Sensormodul die Daten der Motorinfrastruktur über externe Instrumente anzeigen. Diese Erweiterungen sind für den Zubehörmarkt sicher von Interesse. Im Weiteren ist für Anwendungen wie Löschen des Motorfehlerspeichers bei der Neuwagenaufbereitung oder ähnlichem eine kostengünstige Möglichkeit für den Werkstattalltag gegeben. Infos über Adapter und Software finden Sie unter www.kiwi-wifi.ch oder beim Importeur Forcar.

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