29. März 2010

Carrosseriebereich gut aufgestellt

Von den 692'000 Besuchern des Genfer Autosalon waren auch in diesem Jahr tausende von Fachleuten, die sich vor allem in Halle 7 umgesehen haben. Wer sich an den in grosser Zahl anwesenden «grünen» Fahrzeugen satt gesehen hatte, konnte sich hier bei den gewerbefreundlichen Ausstellern nach Innovationen umsehen. Für die zu Hause gebliebenen stellen wir die wichtigsten Neuheiten vor.

Carrosseriebereich gut aufgestellt

Gut ausgelastet: Die Halle 7 präsentierte sich gut gefüllt. Auf mehreren Ständen wurden Carrossiers besonders herzlich begrüsst.

 

VON ROLAND HOFER

 

Wie eine Oase der Erholung kam jenen die Halle sieben vor, die sich, von den Hallen 1 bis 6 her kommend, hier einfanden. Vergleichweise ruhig konnten hier Gespräche geführt und die Angebote verglichen werden. Unser Rundgang hat sich auf jeden Fall gelohnt, wie die Bilder auf dieser Seite zeigen. Auf dem grossen ESA-Stand erfuhren wir, dass Marco Vizzielli nun offiziell den Aufgabenbereich Autowaschanlagen und Lackierkabinen übernommen hat. Der Kenner wies denn auch spontan auf die Neuheiten hin. Als Premiere konnte das neuartige Induktionsgerät Indu Craft 3000 bestaunt werden. Das Indu Craft 3000 ist ein luftgekühltes Induktionsheizgerät. In Verbindung mit den verschiedenen zur Verfügung stehenden Induktoren, produziert das Gerät nach dem Induktionsprinzip flammenlose Hitze in verschiedenen Metallen, wie beispielsweise Fahrzeugrahmen, Fahrzeugbleche, Kugellager oder Zahnräder. Mit der zur Verfügung stehenden Leistungsbemessung von 1500/3000 Watt und 230V Netzspannung, ist der Indu Craft 3000 ideal für Metallerwärmungsprozesse und Schrumpfanwendungen. Durch seine kompakte Bauform kann das Gerät einfach transportiert werden. So steht es rasch für das Richten von Chassisteilen bereit und dient auch zur effizienten Demontage von Fahrzeugscheiben. Aber es lassen sich auch Beulen herausziehen, Aufkleber und Zierleisten entfernen oder verrostete Schrauben lösen. Die flexible Handhabung gestattet zudem die Induktoren rasch auszuwechseln um für eine andere Anwendung bereit zu sein.

Nicht neu – aber wieder um einzelne Elemente erweitert – präsentiert sich der Flatliner von Beulentechnik. Und das Sortiment an Lechlerlacken wird in verschiedenen Landesregionen bald durch eine weitere Lackmarke ergänzt.

Bei Celette hat ebenfalls eine Personalrochade stattgefunden. Der langjährige Geschäftsführer Roger Blum hat das Unternehmen verlassen. An seine Stelle trat Mathias Dufaux als Direktor. Neu auf dem Stand war das raffinierte Zuggerät von MWM, das durch seine gepflegte Materialwahl auffällt und höchste Präzision sowie Qualität verspricht. Die unterschiedlichen Formen der auf das auszubeulende Teil aufzuklebenden Halterungen für die Zughaken lassen sich auch in Rundungen oder Sicken befestigen.

Für die Lederpflege von Fahrzeugsitzen haben wir bei Ma-Fra ein neues Set entdeckt. Der in Italien beheimatete Hersteller von Fahrzeugpflegemitteln bringt die Lederpflege unter dem Label «Charme». In der entsprechenden Packung sind sämtliche für eine gründliche Reinigung und Pflege von Leder notwendigen Emulsionen und Hilfsmittel enthalten.

Bei Kurt Thalmann aus Winterthur hat ein leichtes Zuggerät für Karosseriereparaturen Einzug gehalten. Das auf Rollen zu bewegende Gestell eignet sich besonders gut für Arbeiten an ausgebauten Karosserieteilen, die gerichtet werden müssen. Gleich daneben stellte Thalmann das Alumet-Spot vor. Die neue Generation von Bolzensetz- und ziehgeräten eignet sich sowohl für Aluminium, aber auch zum Punkten und Ziehen von Stahlblech.

Liqui Moly (Import Rhiag AG) hält Einzug in Carrosserien. An einem sehenswerten Fahrzeugteil wurden alle verfügbaren Dicht- und Dämmmaterialien in Natura vorgestellt. Das ganze Carrosseriesortiment füllte bereits eine grosse Stellwand und umfasst neben den Dicht- und Dämmmassen auch Kleber und Utensilien für den Scheibenersatz.

Ein raffinierter Drehstuhl für Fahrzeuge war Hauptattraktion auf dem Stand der Willy Erny AG aus Wiesendangen. Behinderte oder ältere Menschen können sich auf die Originalsitzschienen nun einen Drehmechanismus aufsetzen lassen, der von einem Carrossier mühelos installiert werden kann. Darauf lässt sich ein Sitz nach Mass – beispielsweise von Recaro – montieren, so dass auch lange Fahrten zum Vergnügen werden. Zum Aussteigen wird ein kleiner Hebel gezogen und schon lässt sich das Oberteil drehen und näher zur Türöffnung fahren.

LED-Tagfahrleuchten sind in. Bei Forcar und Carex konnten zahlreiche Einbaumodule besichtigt werden. Hier zeichnet sich ein Zusatzgeschäft für aktive Carrossiers ab.

 

www.esa.ch
www.esashop.ch
www.celette-suisse-sa.ch
www.mafra.com
www.kt-tools.ch
www.rhiag.ch 
www.erny.ch
www.forcar.ch

 

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