29. März 2010

Befragte Technik

VON ANDREAS LERCH Der Rundgang, welcher in diesem Jahr zum 13. Mal durchgeführt wurde, wird von der ESA, von «AUTO&Technik», von Armin Frei – Automobilfachbücher und von der SVBA-ASETA-ASITA unterstützt. Diese Organisationen spenden ebenfalls die Preise für den Wettbewerb, welcher zum Technischen Rundgang durchgeführt. Die Wettbewerbsgewinner können seit dem 16. März 2010 auf der Webseite www.auto-technik.ch eingesehen werden. Alfa Romeo – MultiAir Zum ersten Mal konnte ein Modell des Alfa-Romeo-Motors mit dem neuen elektrohydraulischen Ventilsteuerungs-System MultiAir am Salon besichtigt werden. Der Motor verfügt nur noch über eine (Auslass-)Nockenwelle. Über einen speziellen Nocken und einen Rollenschlepphebel wird der Kolben eines mit Motorenöl gefüllten Hydraulikzylinders betätigt und Druck aufgebaut. Über ein elektromagnetisches Wegeventil wird der Druck entweder zu den (Nehmer-) Zylindern auf den Einlassventilen oder zurück in die Ölwanne geleitet. Wird über den Nocken im Hydraulikzylinder Druck aufgebaut, können die beiden Einlassventile öffnen und im Prinzip der Nockenkontur folgen. Solange der Nocken sich erhebt, wird mehr Öl zu den Nehmerzylindern gefördert und die Einlassventile öffnen weiter. Wird der Nocken wieder flacher, schliessen auch die Einlassventile wieder. Innerhalb dieses Maximalhubes kann das Magnetventil hydraulischen Druck ablassen und den Ventilen ein (vorzeitiges) Schliessen befehlen. Dies wäre eine typische Teillastsituation: die Ventile öffnen wie durch eine Nockenwelle. Plötzlich fällt aber der hydraulische Druck ab und die Ventile schliessen. Je nach Anforderung schliessen sie früher oder später. Durch spezielle Ansteuerung können die Ventile auch verzögert oder zweimal verkürzt öffnen. Two-mode-Hybrid Mercedes-Benz, GM, BMW und Chrysler haben sich zusammengefunden und eine Kooperation zur Entwicklung von Hybrid-Fahrzeugen gegründet. Während Toyota im Prius das «One-mode-System» des Hybrids im Markt eingeführt hat, verpflichtete sich die euro-amerikanische Allianz dem «Two-mode-System». Beide Systeme benötigen zwei elektrische Drehstrommaschinen, mechanisch begnügt sich das einfache System mit einem einfachen Planetengetriebe, während das aufwändigere «Two-mode-System» mindestens zwei (oder mehrere) Planetensätze einsetzt. Der Vorteil des zweiten Systems ist die Schaltung der Planetengetriebe und das Abbremsen der einzelnen Getriebeteile durch hydraulisch betätigte Lamellenkupplungen. Das «One-mode-System» muss die Energie für das Abbremsen von Getriebeteilen immer elektrisch erledigen. Toyota hat jedoch bereits bewiesen, dass das «One-mode-System» System funktioniert und die erwarteten Eigenschaften erreicht. Das «Two-mode-System» wird für grosse Fahrzeuge entwickelt. Bei Cadillac ist es beispielsweise der mehr als drei Tonnen schwere Escalade Hybrid. Ob es da die Erwartungen ebenfalls erfüllen kann, wird sich zeigen. Auf der Suche nach umweltverträglichen Technologien wurde man am diesjährigen Salon erneut bei Toyota fündig. In einem übersichtlich gestalteten Raum wurden die Akkumulatoren der vergangenen 13 Jahre ausgestellt. Daneben wurde mit Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellen-Prototypen in die Zukunft geschaut. Es bleibt zu hoffen, dass der Genfer Automobilsalon auch in Zukunft das kleine technische Fenster beibehält. Es ermöglicht dem interessierten Besucher Jahr für Jahr einige technische Neuigkeiten kennenzulernen und zu studieren.

Befragte Technik

Berufslernende aus verschiedenen Berufsfachschulen treffen sich bei den gleichen Modellen und bearbeiten die gleichen Aufträge.

VON ANDREAS LERCH

 

Der Rundgang, welcher in diesem Jahr zum 13. Mal durchgeführt wurde, wird von der ESA, von «AUTO&Technik», von Armin Frei – Automobilfachbücher und von der SVBA-ASETA-ASITA unterstützt. Diese Organisationen spenden ebenfalls die Preise für den Wettbewerb, welcher zum Technischen Rundgang durchgeführt. Die Wettbewerbsgewinner können seit dem 16. März 2010 auf der Webseite www.auto-technik.ch eingesehen werden.

 

Alfa Romeo – MultiAir

Zum ersten Mal konnte ein Modell des Alfa-Romeo-Motors mit dem neuen elektrohydraulischen Ventilsteuerungs-System MultiAir am Salon besichtigt werden. Der Motor verfügt nur noch über eine (Auslass-)Nockenwelle. Über einen speziellen Nocken und einen Rollenschlepphebel wird der Kolben eines mit Motorenöl gefüllten Hydraulikzylinders betätigt und Druck aufgebaut. Über ein elektromagnetisches Wegeventil wird der Druck entweder zu den (Nehmer-) Zylindern auf den Einlassventilen oder zurück in die Ölwanne geleitet.

Wird über den Nocken im Hydraulikzylinder Druck aufgebaut, können die beiden Einlassventile öffnen und im Prinzip der Nockenkontur folgen. Solange der Nocken sich erhebt, wird mehr Öl zu den Nehmerzylindern gefördert und die Einlassventile öffnen weiter. Wird der Nocken wieder flacher, schliessen auch die Einlassventile wieder. Innerhalb dieses Maximalhubes kann das Magnetventil hydraulischen Druck ablassen und den Ventilen ein (vorzeitiges) Schliessen befehlen. Dies wäre eine typische Teillastsituation: die Ventile öffnen wie durch eine Nockenwelle. Plötzlich fällt aber der hydraulische Druck ab und die Ventile schliessen. Je nach Anforderung schliessen sie früher oder später. Durch spezielle Ansteuerung können die Ventile auch verzögert oder zweimal verkürzt öffnen.

 

Two-mode-Hybrid

Mercedes-Benz, GM, BMW und Chrysler haben sich zusammengefunden und eine Kooperation zur Entwicklung von Hybrid-Fahrzeugen gegründet. Während Toyota im Prius das «One-mode-System» des Hybrids im Markt eingeführt hat, verpflichtete sich die euro-amerikanische Allianz dem «Two-mode-System».

Beide Systeme benötigen zwei elektrische Drehstrommaschinen, mechanisch begnügt sich das einfache System mit einem einfachen Planetengetriebe, während das aufwändigere «Two-mode-System» mindestens zwei (oder mehrere) Planetensätze einsetzt. Der Vorteil des zweiten Systems ist die Schaltung der Planetengetriebe und das Abbremsen der einzelnen Getriebeteile durch hydraulisch betätigte Lamellenkupplungen. Das «One-mode-System» muss die Energie für das Abbremsen von Getriebeteilen immer elektrisch erledigen.

Toyota hat jedoch bereits bewiesen, dass das «One-mode-System» System funktioniert und die erwarteten Eigenschaften erreicht. Das «Two-mode-System» wird für grosse Fahrzeuge entwickelt. Bei Cadillac ist es beispielsweise der mehr als drei Tonnen schwere Escalade Hybrid. Ob es da die Erwartungen ebenfalls erfüllen kann, wird sich zeigen.

Auf der Suche nach umweltverträglichen Technologien wurde man am diesjährigen Salon erneut bei Toyota fündig. In einem übersichtlich gestalteten Raum wurden die Akkumulatoren der vergangenen 13 Jahre ausgestellt. Daneben wurde mit Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellen-Prototypen in die Zukunft geschaut.

Es bleibt zu hoffen, dass der Genfer Automobilsalon auch in Zukunft das kleine technische Fenster beibehält. Es ermöglicht dem interessierten Besucher Jahr für Jahr einige technische Neuigkeiten kennenzulernen und zu studieren.

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