26.06.2026

Trotz weniger CO₂-Ausstoss rund 100 Millionen Franken höhere CO₂-Bussen

Die CO₂-Emissionen neuer Personenwagen und Lieferwagen in der Schweiz sind 2025 zwar deutlich gesunken. Die verschärften CO₂-Zielwerte wurden dennoch verfehlt. Für die Importeure resultieren daraus Sanktionen von insgesamt rund 123,6 Millionen Franken.

Die Importeure neuer Fahrzeuge haben den CO₂-Ausstoss ihrer Neuwagenflotten 2025 erneut reduziert. Bei den Personenwagen sanken die durchschnittlichen Emissionen gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent auf 101,6 Gramm CO₂ pro Kilometer. Auch bei den Lieferwagen und leichten Nutzfahrzeugen ging der Wert deutlich zurück – von 192,4 auf 174,9 Gramm CO₂ pro Kilometer. Hauptgrund dafür ist der wachsende Anteil von Elektrofahrzeugen.

Während die Zahl der neu zugelassenen Personenwagen mit rund 245'500 Fahrzeugen leicht um 1,1 Prozent zurückging, legten die Zulassungen von Lieferwagen und leichten Nutzfahrzeugen um 6,7 Prozent auf rund 29'500 Fahrzeuge zu.

 

Elektroautos gewinnen weiter an Bedeutung

Bei den Personenwagen erreichte der Anteil der Steckerfahrzeuge – also batterieelektrische Autos und Plug-in-Hybride – mit 34,4 Prozent einen neuen Höchststand. Gegenüber 2024 entspricht das einem Plus von 6,6 Prozentpunkten. Sowohl reine Elektroautos als auch Plug-in-Hybride konnten ihre Marktanteile ausbauen.

Auch bei den Lieferwagen nahm der Anteil der Steckerfahrzeuge deutlich zu und verdoppelte sich innert Jahresfrist von 10,5 auf rund 20 Prozent.

 

Zielwerte trotzdem verpasst

Trotz der positiven Entwicklung reichten die sinkenden Emissionen nicht aus, um die gesetzlichen CO₂-Vorgaben einzuhalten. Bei den Personenwagen lag der Flottendurchschnitt mit 101,6 Gramm CO₂ pro Kilometer über dem Zielwert von 93,6 Gramm. Bei den Lieferwagen betrugen die durchschnittlichen Emissionen 174,9 Gramm CO₂ pro Kilometer, erlaubt wären 153,9 Gramm gewesen.

 

Deutlich höhere Sanktionen

Die Folge sind hohe Sanktionen für die Fahrzeugimporteure. Für Personenwagen wurden rund 97,7 Millionen Franken fällig, für Lieferwagen und leichte Nutzfahrzeuge weitere 25,9 Millionen Franken. Insgesamt summieren sich die Sanktionen damit auf rund 123,6 Millionen Franken. Im Vorjahr hatten die Sanktionen insgesamt noch rund 24,6 Millionen Franken betragen.

Dass die Bussen im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher ausfallen, liegt laut Bundesamt für Energie an den verschärften CO₂-Zielwerten. 2025 wurden die Flotten von 56 Grossimporteuren sowie mehreren Kleinimporteuren überprüft.

 

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