SAA Konjunkturbarometer: Garagenzulieferbranche blickt vorsichtig zuversichtlich voraus
Posted by: Mario Borri
Die Schweizer Wirtschaft behauptet sich trotz geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Unsicherheiten. Die Konjunkturaussichten haben sich zuletzt aufgehellt; zugleich bleiben die Entwicklung des Aussenhandels, die Wechselkurse sowie Energie- und Beschaffungskosten wichtige Einflussfaktoren.
Die weiterhin moderate Inflation schafft etwas Planungssicherheit, beseitigt den Kostendruck für die Unternehmen jedoch nicht. In diesem Umfeld zeigt sich die Garagenzulieferbranche im 3. Quartal 2026 robust. Die befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage mehrheitlich als befriedigend bis gut. Besonders beim Umsatz hat sich die Einschätzung verbessert, während die Ertragslage verhaltener beurteilt wird. Der Ausblick auf das 4. Quartal fällt insgesamt vorsichtig zuversichtlich aus.
Beurteilung der aktuellen Situation im 3. Quartal 2026
- Die Umsatzlage wird positiver beurteilt als im Vorquartal: 45% (Vorquartal: 35%) der Befragten bewerten sie als gut, 50% (61%) als befriedigend und 5% (4%) als schlecht.
- Bei der Ertragslage fällt das Bild zurückhaltender aus: 27% (30%) beurteilen sie als gut, 68% (65%) als befriedigend und 5% (4%) als schlecht. Die Differenz könnte darauf hindeuten, dass die Unternehmen trotz solider Umsätze weiterhin unter Margendruck stehen.
- Auch die Beschäftigungslage bleibt überwiegend stabil: 45% (48 %) beurteilen sie als gut, 50% (48 %) als befriedigend und 5% (4%) als schlecht.
Trend-Prognose für das 4. Quartal 2026
- Bei der Beschäftigungslage erwarten 23% (Vorquartal: 9%) eine Verbesserung, 73% (87%) keine Veränderung und 5% (4%) eine Verschlechterung. Einen steigenden Personalbestand prognostizieren ebenfalls 23% (9%); 68% (91%) rechnen mit einem gleichbleibenden und 9% mit einem sinkenden Bestand. Keines der befragten Unternehmen plant Kurzarbeit. Damit überwiegt trotz der Risiken eine stabile bis positive Einschätzung. Bei den Kosten zeichnet sich eine leichte Entspannung ab: 55% (43 %) erwarten gleichbleibende Personalkosten und 45% (57%) steigende.
- Bei den Materialkosten rechnen allerdings weiterhin 68% (74%) mit einem Anstieg; 32% (26%) erwarten unveränderte Kosten. Der Kostendruck bleibt damit ein wichtiger Unsicherheitsfaktor.
- Für den Umsatz erwarten 36% (Vorquartal: 30%) eine Zunahme, 50% (57%) eine gleichbleibende Entwicklung und 14% (13%) einen Rückgang.
- Bei der Ertragslage rechnen 14% (17%) mit einer Verbesserung, 64% (61%) mit gleichbleibenden und 23% (22%) mit schlechteren Ergebnissen. Insgesamt spricht dies für eine stabile Branchenentwicklung, bei der die Ertragskraft stärker unter Druck bleibt als der Umsatz.



