Qualitätsstandards sichern mit dem Mewa-Putztuchsystem
Posted by: Mario Borri
Mit der geplanten Revision der ISO-9001-Norm gewinnen Lieferketten-Resilienz und Klimaschutz an Bedeutung. Der Textildienstleister Mewa verweist auf seine langjährige Zertifizierungsgeschichte sowie auf Qualitätskontrollen und ressourcenschonende Prozesse im Putztuchsystem.
Mit der für September angekündigten Revision der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 stehen Unternehmen vor neuen Anforderungen. Der Entwurf der überarbeiteten Norm sieht vor, dass bei der Bewertung von Lieferanten insbesondere die Resilienz der Lieferkette und der Klimaschutz stärker berücksichtigt werden. Unternehmen sind damit gefordert, ihre bestehenden Prozesse und Partnerschaften zu überprüfen.
Der Textildienstleister Mewa sieht sich dafür gut aufgestellt. Mit Mewa als Partner können Unternehmen hier punkten: Maschinen, Werkzeuge und Installationen werden umweltfreundlicher gereinigt, denn saubere Putztücher sind dank ressourcenschonendem Mehrwegsystem und Rundum-Service mit kurzer, zuverlässiger Lieferkette immer griffbereit. Das Unternehmen bietet ein Mehrwegsystem für Putztücher mit Rundum-Service an. Die Tücher werden gereinigt, wiederaufbereitet und in kurzen, zuverlässigen Lieferketten an Kunden aus Industrie und Handwerk zurückgeliefert.
Qualitätsmanagement mit langer Zertifizierungsgeschichte
Wiederverwendbare Putztücher müssen dauerhaft saugstark, formstabil und frei von Fremdpartikeln bleiben. Laut Mewa können die Putztücher bis zu 50-mal eingesetzt werden. Nach jeder Nutzung werden sie gewaschen und an die Kunden zurückgeliefert.
Nach Angaben von Patrick Ritter, kaufmännischer Geschäftsführer von Mewa Schweiz, begleitet das Thema Qualität das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 1908. Seit den 1980er-Jahren habe Mewa zudem kontinuierlich in Umwelttechnik investiert.
Auch bei den Zertifizierungen zählt das Unternehmen nach eigenen Angaben zu den frühen Anwendern. 1992 erhielt Mewa als erstes Unternehmen der Branche europaweit die ISO-9001-Zertifizierung für sein Berufskleidungssystem. Das Putztuchsystem folgte 1995. Zwei Jahre später wurden alle Putztuchbetriebe nach ISO 14001 zertifiziert. Seit 2016 verfügt Mewa zudem über eine Zertifizierung nach der Energiemanagement-Norm ISO 50001.
Ressourcenschonende Reinigung und mehrstufige Kontrolle
Die gebrauchten Putztücher werden in verschliessbaren Sicherheitscontainern bei den Kunden abgeholt und anschliessend in den Mewa-Betrieben gewaschen. Ein Wiederverwertungssystem für Spül- und Waschwasser soll den Wasserverbrauch reduzieren. Während eines Waschgangs werden die Tücher mindestens 15 Minuten bei 90 Grad Celsius gereinigt. Nach Angaben des Unternehmens werden dadurch Keime vollständig inaktiviert. Gleichzeitig belaste der Waschprozess die Umwelt um 85 Prozent weniger als herkömmliche Verfahren. Die ausgewaschenen Öle und Fette werden thermisch aufbereitet und decken laut Mewa rund 80 Prozent des Energiebedarfs der Wasch- und Trocknungsanlagen. Die Putztücher bestehen zudem zu 50 Prozent aus recycelter Baumwolle.
Nach dem Waschprozess folgt eine mehrstufige Qualitätskontrolle. Mitarbeitende prüfen jedes Tuch auf Beschädigungen und Verschleiss. Anschliessend wird das Gewicht kontrolliert: Untergewichtige Tücher werden aussortiert, übergewichtige erneut gewaschen. Abschliessend untersuchen Metalldetektoren die Tücher auf verbliebene Metallpartikel. Erst einwandfreie Putztücher gelangen zurück zu den Kunden.



