05. Oktober 2020

Crashtest: Wie hilfreich sind Assistenzsysteme?

Euro NCAP hat erstmal nach 2018 wieder Assistenzsysteme für das teilautomatisierte Fahren nach Stufe 2 unter die Lupe genommen und unter erweiterten Prüfkriterien bewertet. Mit der Topnote von vier Sternen schnitten die Premiummodell Audi Q8, der BMW 3er und Mercedes-Benz GLE ab.

Crashtest: Wie hilfreich sind Assistenzsysteme?

Der Mercedes-Benz GLE schneidet im neusten Euro NCAP-Test zu Assistenzsystemen am besten ab. (Bild: Daimler)

Die standardisierten Crashtests von Euro NCAP liefern Autokäufern eine zuverlässige Grundlage für den Vergleich der Sicherheit von Fahrzeugen. Das Bewertungssystem wird kontinuierlich weiterentwickelt. So fliesst jetzt auch der Nutzen kontinuierlich unterstützender Komfortassistenten in die Notengebung mit ein.

 

Hintergrund der Neuerung ist die hohe Bedeutung dieser Helfer für die Entwicklung des autonomen Fahrens. «Mit der neuen, vergleichbaren Testmethodik liegt nun erstmals ein objektives Bewertungssystem für sogenannte Autobahnassistenten vor», erklärt der ADAC. Diese würden sich durch das Zusammenspiel von Abstandsregeltempomat und Spurhalteassistent auszeichnen. In der Praxis helfen sie dem Fahrer, mit konstanter Geschwindigkeit zu fahren, einen sicheren Abstand zu halten und in der Fahrspur zu bleiben.

 

Inzwischen wurden zehn Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen dem neuen Testverfahren unterzogen. Dabei wurden nicht nur die Funktionalität und Wirksamkeit der Systeme, sondern auch die Einbindung des Fahrers bewertet. Denn der muss jederzeit wissen, was sein Fahrzeug tut und aufmerksam bleiben, um kontrollierend eingreifen zu können.

 

Mit einbezogen werden von Euro NCAP auch die Leistungen der eingebauten Notfallhelfer: Leitet das System verlässlich eine Notbremsung ein, reagiert die Technik auf eine Systemstörung oder wenn der Fahrer ausfällt? Die Gesamtbewertung drückt sich in den Urteilen sehr gut, gut, befriedigend und ausreichend aus.

 

Mit Mercedes GLE, 3er BMW und Audi Q8 erreichen drei Fahrzeuge der Premiumklasse ein «Sehr gut». Der GLE schneidet am besten ab. «Alle drei Modelle bieten ein hohes Mass an Fahrerunterstützung, binden dennoch den Fahrer ein und überlassen ihm die Kontrolle über die Fahraufgabe», so ein Sprecher. Gut bewertet wurde auch die Notfallassistenz.

 

Renault Clio und Peugeot 2008 schaffen nur die Bewertung «ausreichend». Ihre Assistenzsysteme sind weniger ausgereift und bieten eine eher geringe Unterstützung, heisst es bei den Crash-Experten. Das Tesla Model 3 erhält Bestnoten für Fahrerunterstützung und Notfallassistenz. Der Autopilot bindet jedoch laut ADAC den Fahrer nicht ausreichend ein. Deshalb gibt es insgesamt nur die Bewertung «befriedigend» und Platz sechs.

 

Ebenfalls mit «befriedigend» bewertet werden der VW Passat, dessen System nicht klar und deutlich mitteilt, wenn zum Beispiel die Kamera ausfällt, Nissan Juke und Volvo V60. Der Ford Kuga schneidet mit «gut» ab. ADAC-Urteil: «Das zeigt, dass ausgewogene, moderne Systeme auch für gängige Mittelklassefahrzeuge verfügbar sind.» (pd/ir)

 

www.euroncap.com

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