24. Juni 2020

Corona-Krise treibt Nachfrage nach Motorrädern hoch

Die Corona-Krise verändert zumindest kurzfristig unser Mobilitätsverhalten. Im Mai 2020 verzeichnete Comparis 78 Prozent mehr Online-Suchanfragen nach Motorrädern als im Vorjahr.

Corona-Krise treibt Nachfrage nach Motorrädern hoch

Die Corona-Krise beflügelt hierzulande den Individualverkehr. Mehr als drei Viertel der zurückgelegten Distanzen in der Schweiz wurden seit Mitte März mit den individuellen Verkehrsmitteln bewältigt. Dieser Trend spiegelt sich auch in der Motorrad-Nachfrage, wie eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Comparis zeigt. So verzeichneten die Suchanfragen auf dem Motorrad-Marktplatz von comparis.ch im gesamten Monat Mai ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

 

In der ersten Lockdown-Woche von 16. bis 22. März 2020 hatte die Suche nach Motorrädern im Vergleich zum Vorjahr noch 28 Prozent tiefer gelegen. Doch danach stieg das Interesse nach Zweirädern deutlich. Nach den ersten Lockerungsschritten des Bundesrates in der 18. Kalenderwoche verzeichneten die Suchanfragen auf comparis.ch bereits ein Plus von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der zweite Lockerungsschritt am 11. Mai (Kalenderwoche 20) führte in der zweiten Mai-Hälfte sogar zu einer Verdoppelung der Nachfrage nach Zweirädern gegenüber der Vorjahresperiode.

 

 

«Die Angst vor einer Corona-Ansteckung im öffentlichen Verkehr ist eine mögliche Erklärung für die hohe Nachfrage», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. Die Zahl der Suchanfragen sei zudem ein Indiz, dass in der Schweiz wohnhafte Personen auch künftig vermehrt auf den individuellen Verkehr umsatteln.

 

 

Neben dem hohen Interesse bei den Motorrädern registriert Comparis auch eine erhöhte Nachfrage bei den Motorrad-Versicherungen. Im Mai wurden rund 52 Prozent mehr Versicherungsangebote angefragt als noch im Vorjahreszeitraum. «Die hohe Nachfrage nach Versicherungsprodukten untermauert das hohe Interesse an den Motorrädern», so Auer.

 

 

Nebst Corona dürfte es laut Auer noch einen weiteren Grund für den Nachfrageboom geben: Ab nächstem Jahr gelten für die Führerscheinzulassungen bei den besonders leistungsstarken Motorrädern strengere Richtlinien. Motoradlenker müssen mindestens zwei Jahre lang leichtere Motorräder fahren, bevor sie für grössere Maschinen zugelassen werden. «Wahrscheinlich planen deshalb einige Motorradfans noch im laufenden Jahr die Prüfung abzulegen und suchen sich dafür das passende Fahrzeug», so Auer.

 

 

Und schliesslich dürfte laut Auer die Lust auf Ferien im Ausland durch vorherrschende Schutzmassnahmen und einer drohenden zweiten Corona-Welle getrübt. «Vor diesem Hintergrund verbringen mehr Personen ihre Ferien in der Schweiz – und manche womöglich mit Vorliebe auf dem Sattel eines neuen Motorrads», sagt Andrea Auer. (pd/mb)

 

 

www.comparis.ch

 

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