22. Oktober 2019

Eurotax-Handänderungsstatistik: Der Gebrauchtwagenmarkt schwächelt

Per Ende September 2019 wurden das siebte Quartal in Folge weniger Handänderungen registriert, als in den jeweiligen Vergleichsquartalen des Vorjahres.

Eurotax-Handänderungsstatistik: Der Gebrauchtwagenmarkt schwächelt

Insgesamt wechselten seit Jahresbeginn 630'226 Gebrauchtwagen den Besitzer. Dies sind 13'022 Fahrzeuge (-2,0%) weniger als ein Jahr zuvor und sogar 20'009 Fahrzeuge (-3,1%) weniger als 2017. In der Top-10-Markenrangliste gelang es lediglich BMW, Mercedes-Benz und Škoda, sich dem negativen Trend zu entziehen.

 

Dominiert wird der Markt mit Gebrauchtwagen seit Jahr und Tag von Volkswagen (84'075 PW, -1,9%), obschon der Vorsprung auf die Mitstreiter von BMW (51’726 PW, +2,6%), Audi (47'347 PW, -1,1%) und Mercedes-Benz (44'800 PW, +0,9%) schon grösser war. Enttäuschend verlief der Occasionsverkauf bis Ende September für Händler der Marken Opel (33’309 PW, -8,8%) und Renault (28’506 PW, -8,9%). Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Verkaufszahlen gebrauchter Fords (27’378 PW, -2,0%). Trotzdem konnten die Kölner den französischen Mitbewerber Peugeot (26’804 PW, -7,0%) in der Markenrangliste vom siebten Rang verdrängen (vgl. Tabelle, S. 2). Neu auf Rang neun steht mit Škoda die tschechische Volkswagen-Konzerntochter (23’988 PW, +5,7%) – dies auf Kosten von Fiat (22’658 PW, -2,2%).

 

 

«Der seit 2018 schwächelnde Gebrauchtwagenmarkt bietet wider Erwarten viele Chancen», weiss Robert Madas, Director Insights & Analysis ALPS bei Eurotax. «Der Verkaufseinbruch bei neuen Dieselfahrzeugen, die steigende Nachfrage nach Benzinern sowie die zwar steigende aber immer noch relativ geringe Verfügbarkeit von gebrauchten Personenwagen mit Alternativantrieb führt im Mittel zu höheren Restwerten und kürzeren Standzeiten über alle Fahrzeugsegmente und Antriebskategorien hinweg. Dies erhöht zum einen den durchschnittlichen Umsatz pro Fahrzeug, verlangt andererseits aber auch nach einer dynamischen Einpreisung des zum Verkauf stehenden Fuhrparks».

 

 

Für Gebrauchtwagenhändler bedeutet die aktuelle Marktlage, dass sie sich mit der regional ungleichen Preis- und Nachfragedynamik aktiv auseinandersetzen müssen. Die optimale Preisfindung entscheidet auch über die zu erwartende Zeitspanne, innerhalb der ein Gebrauchtwagen verkauft werden kann. Dass diesbezüglich vieles richtig gemacht wird, belegen die seit einiger Zeit stabilen bis leicht sinkenden Angebotstage für 2-4-jährige Occasionen. Per Ende September sanken diese im Vorjahresvergleich um 3,4% auf 64 Tage. Traditionell stark gefragt waren in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres Fahrzeuge der Microklasse (55 Tage, -8,2%) und Kleinwagen (55 Tage, -0,9%).

 

 

Auch SUVs und Geländewagen (61 Tage, -3,2%), Kompakt- und Minivans (62 Tage, -7,3%) sowie Fahrzeuge der Unteren Mittelklasse (63 Tage, -5,1%) fanden rasch einen neuen Besitzer. Der Verkauf gebrauchter Personenwagen in gehobenen Preisklassen oder in Special-Interest-Segmenten benötigte derweil mehr Geduld: für Fahrzeuge der Mittelklasse (68 Tage, -4,4%) noch unmerklich, für solche der Oberen Mittelklasse (81 Tage, -3,7%), für Cabriolets und Roadster (81 Tage, -7,1%) sowie für Coupés (82 Tage, -4,4%) deutlich mehr als im Durchschnitt. Mit Abstand am längsten warten wie bis anhin gebrauchte Fahrzeuge der Luxusklasse (100 Tage, +3,2%) auf einen neuen Halter. (pd/mb)

 

 

www.eurotax.ch

 

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