24. Februar 2011

Schluss mit der Autofahrer-Abzockerei!

Gnueg Heu dunde! Jetzt macht die Autoimporteure-Vereinigung «auto-schweiz» Nägel mit Köpfen. Sie bezieht Front gegen weitere immer höhere administrierte Begehrlichkeiten und Kosten zu Lasten der Autofahrer. Das verhindern soll eine hochbrisante Politiker-Namensliste – rechtzeitig vor den Parlamentswahlen im Herbst.

Schluss mit der Autofahrer-Abzockerei!

Andreas Burgener, Direktor auto-schweiz. (Bild: Glinz)

Von Franz Glinz

 

Max Nötzli, Präsident von «auto-schweiz», erklärte an einer Pressekonferenz in Bern: «Rechtzeitig vor den Wahlen werden wir den Stimmbürgern eine klare Wahlempfehlung zur Verfügung stellen. Und zwar in Form einer hieb- und stichfesten Liste, in der - nach Kantonen geordnet - die Kandidatinnen und Kandidaten für den National- und Ständerat stehen, die wir für wählbar erachten. Bisherige und neu antretende Politikerinnen und Politiker, die «verkehrstauglich» sind.» Um die «Wählbaren-Liste» seriös erstellen zu können, beansprucht «auto-schweiz» die Mithilfe der Parteisekretariate der bürgerlichen Parteien. So soll herauskristallisiert werden, welche Politiker eine realistisch autofreundliche Haltung an den Tag legen.

 

Nicht zu vermeiden ist freilich, dass diese Liste gleichzeitig eine Art virtueller Liste jener wird, die aus Sicht der Automobilisten und Autoimporteure nicht wählbar sind, weil  gegenüber dem motorisierten Privatverkehr negativ eingestellt. Eher Leute aus dem linksgrünen Lager. Nötzlis Fazit: «Lieber ein anderes Parlament als sich eine Legislatur lang über autofeindliche Beschlüsse zu ärgern. Der Automobilist, die Automobilistin haben genug von Diskriminierung, Geringschätzung und Abzockerei.»

 

Motivation für den mutigen Schritt in die Offensive sind laut «auto-schweiz»-Direktor Andreas Burgener die weiteren geplanten Angriffe aufs Portemonnaie der Autofahrer wie Treibstoffzoll-Erhöhung, die drohende CO2-Abgabe auf Treibstoffen, Strafsteuern für CO2-intensivere Autotypen, die  drohende Erhöhung der Autoimportsteuer von vier auf acht Prozent, was der Bund keck Bonus-Malus-System nennt, was im besten Fall eine Malus-Bonus-System sei. Weiter die Vignettenverteuerung um 100 oder mehr Prozent, die VCS-Initiative, die noch viel mehr Treibstoffsteuergelder für den öffentlichen Verkehr abzweigen will. Sie würde, so Burgener, «nichts anderes bedeuten, als dass unsere Kunden mit einem Preisaufschlag von 80 Rappen pro Liter Treibstoff rechnen müssten, wenn der Bund seine Aufgaben bei der Strasseninfrastruktur weiterhin in nötigem Mass wahrnehmen soll.»

 

Käme das alles, würden sich die heute schon happigen  Steuern und   staatlichen Abgaben, welche Autohalter zu bezahlen haben, innert weniger Jahre verdoppeln - ohne effektive Treibstoff-, Reifen-, Versicherungs- und Servicekosten.

 

www.auto-schweiz.ch

 

 

 

 

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