05. Juli 2010

Dank GPS-Sender Autodieben ein Schnippchen schlagen

Wer mit seinem Automobil oder Motorrad in die Ferien fährt, muss auch immer mit einem Diebstahl rechnen. Insbesondere in Ländern, wo das Diebstahlrisiko hoch ist. Der ÖAMTC (Österreichischer Automobil- Motorrad- und Touring-Club) bietet seinen Mitgliedern nun den sogenannten «Carfinder» an. Ein GPS-Sender, mit dem sich das gestohlene Fahrzeug orten lässt.

Dank GPS-Sender Autodieben ein Schnippchen schlagen

So gross wie eine Streichholzschachtel ist der «Satalarm».

Von Lukas Hasselberg

In der Schweiz wurden 2624 immatrikulierte Personenwagen und 3222 Motorräder mit Schweizer Nummer 2009 laut Bundesamt für Statistik gestohlen. In Österreich sind es wegen der Nähe zu Osteuropa sogar fast doppelt so viele Diebstähle. Die Fahrzeuge sind in der Regel für immer verschwunden und den Besitzern bleibt – falls sie gut versichert sind – neben den schönen Erinnerungen nur noch der Zeitwert des Fahrzeugs übrig. Die meisten Diebstähle passieren in den Ferien, vorwiegend in Ländern mit hohem Diebstahlrisiko. Der ÖAMTC bietet seinen Mitgliedern nun für 2,90 Euro pro Tag den «Carfinder» an. Ein streichholzschachtelgrosses Satelliten-Ortungssystem, das während des Urlaubs im Fahrzeug diskret versteckt werden kann und mit dem das Auto oder Motorrad dank der Kooperation mit Interpol und den örtlichen Polizeibehörden wiedergefunden und der Dieb auf frischer Tat ertappt werden kann. Zudem bekommt der bestohlene Fahrzeugbesitzer sein Auto wieder zurück.

 

Kein Schweizer Angebot


Der Schweizer Schwesterklub des ÖAMTC, der TCS, hat leider kein Angebot in dieser Richtung vorzuweisen. Auf Anfrage waren die zuständigen Personen der Telematik-Abteilung nicht darüber informiert, dass der ÖAMTC so etwas anbietet. Auch sei es für die Schweiz nicht interessant. Anscheinend sind die Diebstahl-Statistiken des Bundesamts für Statistik beim TCS nicht bekannt, denn von den 2624 Pw-Diebstählen 2009 wurden gerade mal 30 Prozent aufgeklärt und bei den Motorrädern waren es sogar nur gut 10 Prozent. Ob bei den aufgeklärten Fällen das Fahrzeug wieder zum Vorschein kam, lässt sich in den Statistiken nicht eruieren.

 

Sicherheit dank «Satalarm»


Die Schweizer Fahrzeughalter haben aber eine andere Möglichkeit, das Auto oder Zweirad jederzeit zu orten. Sie können sich für rund 750 Franken (468 Euro) plus Montage direkt beim Anbieter Dolphin Technologies den sogenannten «Satalarm» kaufen, der fest im Fahrzeug installiert wird. Das GPS Ortungs- und Sicherheitssystem bietet bei einem Notfall, einem Unfall oder einem Fahrzeugdiebstahl Sicherheit. So kann das Fahrzeug dank der Diebstahlortung europaweit gefunden werden und die Polizei kann die Täter überführen. Der Diebstahl wird dabei per SMS aufs Handy des Fahrzeughalters gesendet und gleichzeitig wird ein Callcenter von Dolphin Technologies informiert, das dann die zuständige Polizeiniederlassung über den Diebstahl aufklärt. «Dieser Informationsdienst kostet zusätzlich 13 Euro pro Monat», erklärt Susanne Trautsch von Dolphin Technologies gegenüber AUTO&Wirtschaft. «Das ist auch für die Schweizer Fahrzeughalter sehr interessant», sagt Trautsch. Dank einer Notfalltaste und einer automatischen Unfallmeldung lassen sich zudem die zuständigen Einsatzzentralen schneller informieren, wenn Hilfe gebraucht wird.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich der TCS am ÖAMTC ein Beispiel nimmt und bald ein ähnliches Angebot für Ferienreisende hat, die keine 750 Franken für den Satalarm ausgeben wollen oder können.


www.dolphin-technologies.com
www.oeamtc.at

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