13. April 2010

E-Mobilität: Kooperation zwischen Renault-Nissan und Irland

Die Renault-Nissan Allianz, die irische Regierung und der Energieversorger Electricity Supply Board (ESB) haben ein Abkommen zur Einführung von Elektrofahrzeugen getroffen. Geplant ist ein landesweites Netz mit 3500 Ladestationen und 30 Schnellladezentren. Zur Förderung der Elektromobilität unterstützt die Regierung die Käufer von E-Fahrzeugen mit 5000 Euro.

E-Mobilität: Kooperation zwischen Renault-Nissan und Irland

Der Nissan Leaf wird als erstes E-Mobil ab 2011 in Irland eingeführt. (Bild: Nissan)

Die Partner wollen Irland zu einem der fortschrittlichsten Länder bei der Elektromobilität machen. Neben der landesweiten Ladeinfrastruktur profitieren die irischen E-Autokäufer zukünftig von der Befreiung der Kraftfahrzeugsteuer. Ziel ist es, bis 2020 den Bestand an Elektrofahrzeugen auf zehn Prozent auszubauen. Die Renault-Nissan Allianz wird 2011 die ersten 2000 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb liefern.

 

„Die irische Regierung will den Energie- und Transportsektor grundlegend verändern", so Eamon Ryan, Minister für Kommunikation, Energie und Rohstoffe. „Wir haben bereits grosse Fortschritte bei den erneuerbaren Energien und der Effizienz von Haushalten erzielt. Jetzt starten wir die Elektrifizierung des Transportwesens", so der Minister weiter.

 

ESB wird bis 2011 insgesamt 3500 Ladestationen errichten. In Dublin sind die ersten Stromtankstellen bereits fertig gestellt, weitere folgen in Kürze in Cork, Galway, Waterford und Limerick. Auch neun der geplanten 30 Schnellladestationen werden bereits zum Jahresende 2010 betriebsbereit sein.

 

Als erstes E-Fahrzeug wird der Allianzpartner Nissan das kompakte Schrägheckmodell „Leaf" Anfang 2011 in Irland einführen. Wenige Monate später folgt Renault mit dem kompakten Transporter Kangoo Z.E.. Ebenfalls 2011 liefert Renault mehrere hundert Vorserienmodelle des Fluence Z.E. nach Irland. Die Einführung der Serienversion ist für 2012 geplant. Alle drei Modelle verfügen über Lithium-Ionen-Batterien der Automotive Energy Supply Corporation (AESC), einem Joint Venture von Nissan, NEC und NEC Tonkin. 

 

Renault und Nissan gehören zu den Vorreitern bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen und verfügen über Produktionskapazitäten von 500'000 Einheiten pro Jahr. Insgesamt haben die Allianzpartner mit über 50 Regierungen, Städten und Organisationen Kooperationsabkommen geschlossen, um die Elektromobilität zu fördern. (pd/red)

 

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